Ordnung der Wissenschaft





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Aktuelle Nummer

 

 

Zwischen Realität und Utopie: Die "Numerus clausus III"-Entscheidung des BVerfG

 

Matthias Bode ▪▪▪ Das BVerfG hat seine seit 1972 entstandene und kunstvoll über die Jahre fortentwickelte Rechtsprechung zu den Grundsätzen der Hochschulzulassung um eine maßgebende Entscheidung erweitert. Angesichts veränderter Rahmenbedingungen, etwa eines deutlich ge-stiegenen Anteils von Hochschulzugangsberechtigten pro Jahrgang, sieht das BVerfG nicht mehr allein den Erwerb des Abiturs als konstitutiv für den Zulassungsanspruch an, sondern fordert den Gesetzgeber auf, zusätzlich ...

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Zurück zur Professorenmehrheit – Anmerkungen zum Gesetz zur Weiterentwicklung des Hochschulrechts vom 13. März 2018

 

Georg Sandberger ▪▪▪ Am 30. März 2018 ist das Gesetz zur Weiterentwicklung des Hochschulrechts (HRWeitEG) vom 13. März 2018 in Kraft getreten. Damit trägt der baden- württembergische Gesetzgeber zielgenau der Auflage des Urteils des Verfassungsgerichtshofs v. 14. November 2016 Rechnung, das das Wahl- und Abwahlverfahren der hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats nach § 18 LHG als mit Art. 20 LV unvereinbar und deshalb verfassungswidrig erklärt und dem Gesetzgeber eine Anpassungsfrist bis zum 31. März 2018 gesetzt hat. Im Mittelpunkt des Gesetzes stehen die Konsequenzen des Urteils für die Leitungsorganisation...

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Der Befristungsgrund gem.

§ 14 Abs. 2 TzBfG im Anwendungsbereich des WissZeitVG

 

Tobias Mandler und Laura Wegmann ▪▪▪Das Verhältnis der Befristungsgründe des TzBfG gegenüber denen des WissZeitVG schien geklärt. So stand den Hochschulen, Universitätsklinika und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nach herkömmlicher Meinung ein Wahlrecht zwischen den Befristungsgründen des WissZeitVG und des TzBfG zu. Dieses privilegierende Verständnis hat das Bundesarbeitsgericht in seinen Entscheidungen vom 18. Mai 2016, 8. Juni 2016 und 28. September 2016 nunmehr zugunsten einer lex specialis-Betrachtung weithin aufgegeben. Das WissZeitVG ist danach nicht mehr Privileg,...

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Die Nichtzurechnung der Amtsmitglieder im Senat zur Hochschullehrergruppe – Zu Geltung und Grenzen des demokratischen Repräsentationsprinzips in der Hochschulselbstverwaltung

 

Arne Pautsch ▪▪▪ Das Landeshochschulrecht in Baden-Württemberg sah bislang – im Unterschied zu anderen Landeshochschulgesetzen1 – die sog. Amtsmitgliedschaft von Hochschullehrern in den Gremien und Organen der akademischen Selbstverwaltung, d.h. vor allem der Dekane im Senat, vor.2 Damit waren auch diejenigen Hochschullehrer, die aufgrund von Wahlen ein Amt mit Leitungsfunktionen in der Hochschulselbstverwaltung ausüben – also vor allem die vom Fakultätsrat auf...

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Die Verantwortung der Hochschulen für den wissenschaftlichen Nachwuchs

 

Elke Louise Barnstedt ▪▪▪ Bund und Länder haben im Juni 2016 eine Verwaltungsvereinbarung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses1 abgeschlossen. Auf der Basis dieser Vereinbarung werden in zwei Tranchen insgesamt 1000 W1 und W2-Tenure-Track-Professuren für die Dauer von jeweils bis zu acht Jahren ausgelobt und an mit ihren Anträgen erfolgreichen Universitäten und diesen durch das Landesrecht gleichgestellten Hochschulen (nachfolgend Hochschulen) im Umfang von insgesamt 1 Milliarde Euro finanziert. Da nur W1- und W2-Tenure Track-Professuren...

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250. Geburtstag von Wilhelm von Humboldt Eine Ikonografie mit alternativfaktischer Einfärbung

 

Jürgen Heß ▪▪▪ Dieser Vortrag hat eine Vorgeschichte: Ich war nach meiner Rückkehr aus Bonn im RC Freiburg-Zähringen am 15. Januar 2008 zu Gast mit dem Vortrag „Der Bologna-Prozess, ein Glaubenskrieg“. In einer äußerst kritischen Diskussion ragte die erste Wortmeldung hinsichtlich Emotion und Duktus heraus. Professor Helmut Engler, langjähriger Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg und Altrektor der Universität Freiburg erklärte mit einem Tremolo in der Stimme: „Leute wie Sie, Freund Heß, machen meine...

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Rückforderung von Berufungs-Leistungsbezügen bei vorzeitigem Hochschulwechsel – BayVGH, Urt. vom 18.8.2017, 3 BV 16.132

 

Frank Wertheimer ▪▪▪ In dem Verfahren hatte sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit der Frage auseinanderzusetzen, ob eine Hochschule von einer Professorin Leistungsbezüge, die ihr im Rahmen ihrer Berufung auf eine befristete Professur befristet zugesagt und gewährt wurden, zurückverlangen kann, wenn die Professorin innerhalb von drei Jahren an eine andere Hochschule wechselt. Auf diese Rückzahlungsverpflichtung war im Berufungsangebot der Hochschule hingewiesen worden. Der Verwaltungsgerichtshof erachtete...

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Ausgegraben:

Vorlesung - ja oder nein?

 

Gerhard Kaiser ▪▪▪ Ein besonderes Reizthema der Studentenbewegung war das angebliche Überholtsein der Vorlesung. Von ihren Verächtern wurde die Vorlesung als veraltete Vermittlungstechnik von Wissen und autoritäre, den Studenten den Mund verbietende Indoktrination dargestellt. Beides kann sie sein, und mir persönlich sind Seminare in Form der Rede und Gegenrede immer lieber gewesen. Aber grundsätzlich halte ich das für eine Fehleinschätzung. Die Vorlesung, die mit autoritärer Geste Handbuchwissen verbreitet, ist...

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